Umwelt und Natur

Aufgabenbereich

  • Naturschutz und Landschaftspflege
  • Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft
  • Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege
  • Die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft und aus der Verantwortung des Menschen für die natürlichen Lebensgrundlagen und aufgrund ihres eigenen Wertes nachhaltig zu sichern.
 

Projekte:

Definition „Kulturspur“

Der Begriff „Kulturspur“ bezeichnet in der heutigen Landschaft erhaltene Elemente ehemaliger Landwirtschaft, der Baukultur, des Verkehrswesens oder des Gesellschaftslebens sowie alte gewerbliche Nutzungsformen. Diese, noch heute in der Landschaft ablesbaren Spuren, sind Teil unserer Geschichte, zeugen vom Leben und Wirken unserer Vorfahren. Das Gebiet des heutigen Landkreises Aichach-Friedberg weist sowohl eine lange Besiedelungsgeschichte, als auch eine weit über 1000 Jahre zurückreichende landwirtschaftliche Tradition auf. Die Eigenart der Landschaft, die sich in gebietsspezifischen Landschaftsbestandteilen und -elementen widerspiegelt, kennzeichnet unsere Heimat.

Projekt „Kulturspuren in der Landschaft“

Mit dem Projekt „Kulturspuren in der Landschaft“ wurden die historischen Kulturlandschaftselemente sowie das kulturhistorisch bedeutsame Potential der Landschaft im Wittelsbacher Land erfasst und aufbereitet. Es fördert durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Landkreises die Identität und Identifikation der Landkreisbürger mit ihrer Region.

Kulturlandschaftsforum Bayern

Seit 2021 hat der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. die Trägerschaft einer digitalen Kulturlandschaftsdatenbank übernommen, mit der Geografie und Geschichte der Landschaft über historische Kulturlandschaftselemente abgebildet werden können – auch diejenigen aus dem Landkreis Aichach-Friedberg. Die Web-GIS-Anwendung ist in den zurückliegenden drei Jahren im Rahmen des Heimat-Digital-Regional-Projektes „Kulturland­schaftsforum Bayern – Aufbau einer digitalen Ehrenamtsplattform“ fortentwickelt und in einen neuen Internetauftritt eingebunden worden.

Werden Sie Teil des Kulturlandschaftsforums und aktiver Kulturspurenerfasser. Details dazu finden Sie unten stehend auf der Homepage des Forums und im Vortrag von Dr. Thomas Büttner zum Auftakt im Wittelsbacher Land

HINWEIS:

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Bürgerschaftsprojekt „Wittelsbacher Land blüht und summt“

 
 

Foto: © Landratsamt Aichach-Friedberg

Wir Bürger engagieren uns!

Artenvielfalt ist für Sie ein wichtiges Thema? Sie wollen nachhaltige Entwicklung im Landkreis mit anderen engagierten Menschen aktiv gestalten?
Dann informieren Sie sich auf unserer LANDKREISKARTE zu Projekten im Bereich Artenvielfalt und Biodiversität, oder stellen Sie direkt Ihr eigenes Projekt mit diesem STECKBRIEF vor

Bildautor Ingrid Völker, www.naturverrueckt.de

Artenvielfalt im besiedelten Bereich

der naturnahe Garten und das naturnahe öffentliche Grün

Wie muss ein Garten, wie müssen Grünflächen gestaltet sein, damit sie ein Eldorado für kleine Nützlinge sein können?

Wie lege ich eine Blumenwiese in meinem Garten an? Eine Anleitung finden Sie hier:

Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg e. V.

Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.

www.gartenbauvereine.org

Bayerische Gartenakademie Veitshöchheim – Fachinformationen für Freizeitgärtner

www.lwg.bayern.de

Initiative Deutschland summt – mit Infos zu Wildbienen

www.deutschland-summt.de

NaturGarten e.V.Verein für naturnahe Garten- und Landschaftsgestaltung

www.naturgarten.org

Bäume in unseren Städten und Dörfern

Bäume sind Lebewesen, die bis zu 1.000 Jahre alt werden können. Als „Grüne Lungen“ in unserer Umgebung sind sie unersetzlich. Sie produzieren Sauerstoff, erhöhen gerade an heißen Sommertagen die Luftfeuchtigkeit, setzen die Temperaturen herab und spenden Schatten. Lasst uns also gesunde alte Bäume in unseren Gärten und Siedlungen erhalten und neue Bäume für die Zukunft pflanzen!

Liste Blüh- und Summ-Bäume für den Garten

Obst- und Gemüseanbau

In einem erlebnisreichen Garten finden auch Obstgehölze und Gemüsebeete ihren Platz. Die Wertschätzung steigt für Obst und Gemüse aus eigenem Anbau, das nicht chemisch behandelt ist und frisch geerntet in der Küche verarbeitet werden kann. Auch die Weiterverarbeitung der frisch geernteten Gartenfrüchte erlebt ein Comeback und sorgt für Genuss und Freude in langen Wintermonaten. Die Verwendung von Kräutern als Gewürz- und Heilpflanzen ist ebenfalls hoch aktuell. Immer mehr Menschen eignen sich hier Wissen an und nutzen verschiedenste Kräuter für die Küche und Hausapotheke. Ein Hoch- oder Halbstamm einer guten Apfel- oder Kirschensorte eignet sich selbst in kleineren Gärten als Hausbaum. Ergänzt werden kann das Obstangebot mit Spalieren, Spindelbüschen und Buschbäumen   verschiedenster Sorten. Nicht zu vergessen das Beerenobst. Wir beraten Sie gerne bei der Arten- und Sortenauswahl.

Gemüsebeete brauchen einen sonnigen, aber dennoch geschützten Standort. Der Anbau unter Vlies oder im Kleingewächshaus ermöglicht eine Intensivierung des Anbaus und verlängert die Vegetationsperiode. Auch Hügel- oder Hochbeete sorgen für gute Erfolge im Gemüseanbau. Wie auch im Obstanbau spielt hierbei die Wahl der richtigen Sorten und die Fruchtfolge eine wichtige Rolle für den vorbeugenden Pflanzenschutz.

Empfehlenswerte Apfel- und Birnensorten für Schwaben

…Bereits im Jahr 2007 hat die Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2020 die Durchgrünung der Siedlungen einschließlich des wohnumfeldnahen Grüns deutlich zu erhöhen

…Urbanes Grün (und dazu gehören selbstverständlich auch alle privaten Gärten, Anm. d. Red.) hat vielfältige Funktionen: Grüne Freiräume sind Orte der Begegnung, des sozialen Zusammenhalts sowie der kulturellen und bauhistorischen Identität. Sie dienen der Erholung und Bewegung, sind Orte für Sport und Spiel, leisten einen positiven Beitrag für die Gesundheit und das Wohlbefinden und können so zur Lebensqualität der Bevölkerung beitragen. Urbanes Grün verbessert das Wohnumfeld…

…Grüne Freiräume sind als grüne Infrastruktur auch Frischluftschneisen und Kaltluft-entstehungsgebiete, sie dämpfen Lärm, unterstützen die Luftreinhaltung und die Temperaturregulierung. Somit sind sie wichtig für den Klima- und Gesundheitsschutz und die Regulierung des Wasserhaushalts. Als Lebensräume für Flora und Fauna unterstützen sie die biologische Vielfalt und sind Naturerfahrungsräume… …diesbezüglich kann urbanes Grün einen Beitrag zur Vernetzung der Biotope leisten.  (Aus dem Weißbuch Stadtgrün, BMUB, April 2017)

Dem können wir nur zustimmen – wir wollen lebendige Vielfalt statt toter Steinwüsten!

Immer häufiger entstehen in unseren Dörfern und Städten vermeintlich pflegeleichte Kies- und Schottergärten, auch auf öffentlichen Grünflächen, in denen nur vereinzelt immergrüne Formgehölze, manchmal sogar nur noch Kunststoff-„Pflanzen“ wachsen dürfen. Hier finden wir weder gestalterische Vielfalt noch geeignete Lebensbedingungen für Tier und Pflanze.

Im naturnahen und umweltgerechten Grün steht die Vielfalt im Vordergrund. Die Anlage und Pflege eines naturnahen Gartens, bzw. einer naturnaher Grünfläche bedeutet dabei nicht, der Natur überall freien Lauf zu lassen. Ein Garten/eine Grünfläche ist immer ein Stück kultivierte gepflegte Natur. Aber warum nicht einmal einen Teil des Rasens als Blumenwiese wachsen lassen, oder in einem weniger genutzten Bereich ein Totholz-Biotop bauen. Sie werden erstaunt sein, wie wenig Pflegeaufwand hier oft nötig ist.

Schaezlerwiese, Bildautor Stefan Gerstorfer

Artenvielfalt im unbesiedelten Bereich

die blühende, vielfältige Landschaft und die artenreiche Streuobstwiese

Landwirte, Fischer, Waldbesitzer, Imker, Jäger und viele mehr: Sie alle tragen mit Ihrer wertvollen Arbeit zur Gestaltung unserer Kulturlandschaft, unserer Heimat – das Wittelsbacher Land – bei. Wie können Sie Ihr Engagement noch weiter verbessern?

„Das Wittelsbacher Land ist ein reizvoller Natur- und Kulturraum mit weit zurückreichender Geschichte. Während wir in der globalisierten Welt wie selbstverständlich ferne Länder bereisen, ist uns das nähere Lebensumfeld in seiner ganzen Tiefe oft nur wenig vertraut. Welche Schmetterlinge fliegen typischerweise über Blumenwiesen, welche Orchideen schmücken die Lechheiden, wo lassen sich alte Bäume bestaunen, wo gibt es noch attraktive Obstwiesen zu entdecken?…“

So das Vorwort im Buch Naturschätze im Wittelsbacher Land, das sehr eindrucksvoll die Vielfalt an Lebensräumen, Pflanzen und Tieren darstellt. Fünf sehr unterschiedliche Naturräume gliedern den Landkreis Aichach-Friedberg: die Aindlinger Terrassentreppe und das Donaumoos im nördlichen Teil, das Tertiärhügelland in der Mitte, sowie das Altmoränen-Hügelland im Süden, durchzogen von den Naturräumen, die von unseren prägenden Flüssen geformt wurden: das Lechtal im Westen und das Paartal.

Der Mensch als Landschaftsgestalter hat bereits in der Mittelsteinzeit (9.600-5.600 v. Chr.) die ersten konkreten Spuren im Wittelsbacher Land hinterlassen. Wie können die Landschaftsgestalter von heute – Landwirte, Fischer, Jäger, Waldbesitzer, Imker, Schäfer, Landschaftspfleger, engagierte Naturschützer, Verantwortliche in den Kommunen und Privatpersonen diese Vielfalt schützen und sogar noch steigern?

Hier finden Sie wertvolle Informationen:

Institut für Ökolandbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz

Biodiversität in der Landwirtschaft

www.lfl.bayern.de/biodiversität

Streuobst

https://www.lfl.bayern.de/iab/kulturlandschaft/031401/index.php

Streuobst im Wittlesbacher Land

www.lra-aic-fdb.de/streuobst

Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg.de

www.lpv-aichach-friedberg.de

Bund Naturschutz, Kreisgruppe Aichach-Friedberg

www.bn-aic.de

Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Aichach-Friedberg

https://www.lbv.de/lbv-vor-ort/schwaben/kreisgruppe-aichach-friedberg/

AgrarNatur-Ratgeber – Mehr Biodiversität in der Agrarlandschaft

Link zum online-Ratgeber der Rheinischen Kulturlandstiftung

Grünland entdecken (Link zur ISB – PDF zum Download)

Umsetzung des Themas Grünland im Unterricht der Jahrgangsstufe 5 des Gymnasiums

Bundesministerium für Naturschutz, Umwelt und Reaktorsicherheit

Insekten schützen – Vielfalt bewahren

Online Weiterbildung „Raum für Vielfalt“   E-Learning-Portal zur Schulung eines besseren Verständnisses der Bedeutung von Artenvielfalt in der Kulturlandschaft
 
 

Naturschutzbund e. V.

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/index.htmlhttps://www.nabu.de/

 

 

Meisen versus EPS – Vögel als Fressfeinde in der natürlichen Schädlingsbekämpfung

In mehreren Kommunen wurden durch die Förderung von Meisen Erfolge bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beobachtet – Studien fehlen, aber einen Versuch ist es aus unserer Sicht allemal wert.

Helfen Sie mit und werden Sie Nistkasten-Schreiner

Warum? Wie? Wo? Mit wem?

Beschilderung

Machen Sie Ihr Projekt sichtbar. Hier finden Sie individuelle Druckvorlagen zum Download.

Hier treffen Sie Mitstreiter
AK BIODIVERSITÄT FORUM ZUKUNFT

Der offene und selbstorganisierte Arbeitskreis Biodiversität bietet Ihnen die Möglichkeit zum direkten Austausch mit aktiven Mitgestaltern der nachhaltigen Entwicklung in unserem Landkreis und trifft sich ca. einmal jährlich.

Kontakt: Dr. Wolfhard von Thienen

Bildautor Benedikt Frommer

FORUM ZUKUNFT

Die Initiative entstand auf dem jährlich stattfindenden FORUM ZUKUNFT in Schloss Blumenthal.
Der nächste Termin ist die „FutureFair by Forum Zukunft – Nachhaltigkeit feiern und erleben“ am Sonntag, 02. Juni 2024 von 10.00 Uhr bis 17:00 Uhr
im Aichacher Stadtgarten

Bitte beachten Sie von Zeit zu Zeit die Meldungen hierzu auf der Internetseite Forum Zukunft

Wir Bürger engagieren uns

Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist ein Anliegen der gesamten Menschheit
Kofi Anan

Welche Rolle spielt die Artenvielfalt für den Menschen und für uns als Gesellschaft?
Wie beeinflusst Sie unser Leben auf diesem Planeten?

Biodiversität, sprich biologische Vielfalt ist ein wichtiger Faktor der Stabilität unserer Ressourcen im Naturraum. Sie ist Voraussetzung für Erholung in der Natur und sichert auf vielfältige Weise unsere Lebensgrundlage.

Neben ökologischen Gründen sprechen auch soziale, kulturelle und ethische Gründe für den Erhalt der Artenvielfalt. Sie sichert nicht zuletzt genetische Ressourcen und dient so auch Wissenschaft und Forschung.

Wenn auch Sie etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun wollen, dann werden Sie Teil einer Bewegung, die unseren Landkreis zum Summen und Blühen bringen will. Holen Sie sich hier Ideen ab, lassen Sie sich von erfolgreichen Projekten im Landkreis inspirieren und stellen Sie Ihr eigenes wertvolles „Tun“ den Mitmenschen als Anregung vor. Tragen Sie dazu bei, dass viele kleine Beiträge eine bunte und artenreiche Landkreiskarte entstehen lassen.

Sollten Sie fachliche Beratung benötigen und z.B. wissen wollen, wie man am besten eine Fläche in Ihrer Gemeinde zum Blühen bringt oder welche Gehölze als Nahrungsquelle für Vögel geeignet sind, dann wenden Sie sich gerne an die Netzwerkstelle Manuela Riepold

 

Bild: Stefan Gerstorfer

Vor mehr als 200 Jahren waren allein in Bayern über 1500 Apfel- und Birnensorten verbreitet. Davon befinden sich 30 – 40 Sorten im Handel; 20 haben eine wirtschaftliche Bedeutung; im Einzelhandel sind es lediglich noch fünf bis sechs Sorten. 1868 werden für Schwaben u.a. Apfelsorten wie Sommerrabau und Winterquittenapfel oder Birnensorten wie Colomas Herbstbutterbirne und Wildling von Motte empfohlen. Sorten, die heute als verschollen gelten oder stark gefährdet sind.

Unter der Federführung des Monheimer Alb – AltmühlJura e. V. haben die Landkreise Neu-Ulm, Teile des Landkreises Augsburg, der gesamte Landkreis Donau-Ries und der Landkreis Aichach-Friedberg die Streuobsterfassung in Schwaben komplettiert. Unterstützt wurden sie dabei durch Mittel aus dem Programm „LEADER“, die den Regionen über die sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGn) wie z.B. dem Wittelsbacher Land Verein zur Verfügung gestellt werden. In den Allgäuer Landkreisen, im Landkreis Lindau, Günzburg und Dillingen ist diese Erfassung in den vergangenen Jahren schon durchgeführt worden.

Die Streuobstbestände mit ihren zahlreichen alten Apfel- und Birnensorten sind Teil unserer Kulturlandschaft. Diese Sortenvielfalt ist ein bedeutendes genetisches Erbe. Ohne unser Engagement kann sie nicht überdauern. Denn alte Sorten sind erhaltenswert. Sie nutzen uns auch heute noch: in der Züchtung, bei der Verwertung oder beim naturschonenden Anbau. So wurde gleich zu Beginn dieses Projekts die verschollene Apfelsorte Henzens Parmäne wieder entdeckt. Nur durch eine Suche in den Beständen der Region können vergessene Sorten wieder aufgefunden und für die Zukunft genutzt werden.

Die gefährdetsten regionaltypischen Kernobstsorten werden im Rahmen von Folgeprojekten zentral in der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters und dezentral im Sortenerhaltunggarten im ehemaligen Kreisgut Aichach erhalten.

Für weitere Informationen melden Sie sich gerne bei der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege, Manuela Riepold

Wie lässt sich der Wert von Natur bemessen? Was ist uns wertvoll? Eine Landschaft, eine Blüte, ein Schmetterling? Der fruchtbare Boden unter unseren Füßen, das saubere Wasser oder das Erlebnis der Ruhe einer Sommerwanderung im stillen Wald? Wir können auf jeden Fall nur das wertschätzen, was wir einmal kennen gelernt haben. Machen wir uns also mit offenen Augen auf Entdeckungsreise und Schatzsuche durch die unterschiedlichen Lebensräume im Wittelsbacher Land.

Der Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg e.V. lädt ein zu sehen und zu staunen – eine Reise in die faszinierende Welt direkt vor unserer Haustür. Dem aufmerksamen Betrachter offenbaren sich zahlreiche große und kleine Naturschätze, die kennen zu lernen sich lohnt.

Die Naturschätze im Wittelsbacher Land als Buch

Die “Naturschätze im Wittelsbacher Land” sind auch als Buch erhältlich. Sie können eines der begehrten Exemplare gegen die richtige Lösung des unten stehenden Quiz erwerben. Holen Sie sich ihr Buch nach Terminvereinbarung (telefonisch: 08251/2043319 oder per E-Mail: lpv.aic-fdb@gmx.de) bei der Geschäfsstelle des Landschaftspflegeverbands Aichach-Friedberg e.V., Werlbergerstraße 2 in Aichach. Leider können die Bücher nicht verschickt werden.

Bitte beantworten Sie vorher folgende drei Fragen und notieren Sie sich die Lösungsbuchstaben. Bei uns im Haus gibt´s dann die Auflösung – und als Lohn ein Exemplar des Buches.

Das Quiz zum Buch „Naturschätze im Wittelsbacher Land“

Frage 1 – Wie groß ist die Fläche, die der Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg e.V. Jahr für Jahr pflegt?

A – In etwa drei Fußballfelder
B – In etwa die Fläche des Friedberger Schlossparks
C – In etwa die bebaute Fläche der Ortschaft Pöttmes

Frage 2 – Wie wird der Landkreis Aichach-Friedberg aufgrund seiner Historie als Stammsitz eines bekannten Adelsgeschlechts auch genannt?

A – Wittelsbacher Land
B – Habsburger Gfild
C – Windsor Gardens

Frage 3 – Welche beiden Flüsse prägen das Landschaftsbild in unserem Landkreis?
A – Paar und Maisach
B – Lech und Paar
C – Donau und Lech

Bitte die drei Lösungsbuchstaben notieren.

Titelbild: Schachbrettfalter (Melanargia galathea) auf Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis). Foto: Stefan Gerstorfer

 

https://naturschaetze.lpv-aichach-friedberg.de/

Alisa Rohrbach

08251/92-3931
08251/92-380

Andreas Ufer

08251/92-144
08251/92-380

Franz Rieber

Sachgebietsleiter Naturschutz, Gartenkultur, Landespflege
08251/92-167
08251/92-380

Georg Wenger

Stellvertreter Naturschutz, Gartenkultur, Landespflege
08251/92-327
08251/92-380

Jochen Fischer

Ökoflächenkataster
08251/92-1159
08251/92-380

Jonathan Renner

08251/92-489
08251/92-380

Julia Bezler

Ökoflächenkataster
08251/92-448
08251/92-380
08251 92-3384
08251/92-380

Manuela Riepold

Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege
08251/92-392
08251/92-380

Tina Schormair

Vertragsnaturschutzprogramm und Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie
08251/92-349
08251/92-380

Verena Lichtenstern

08251/92-3909
08251/92-380

Aufgabenbereiche

  • Untere Wasserrechtsbehörde – Vollzug des Wasserhaushaltsgesetzes und des Bayerischen Wassergesetzes mit den dazu ergangen Rechtsvorschriften
  • Fachkundige Stelle für Wasserwirtschaft

 

weitere Informationsmöglichkeiten

Beurteilung von Niederschlagswassereinleitungen
https://www.lfu.bayern.de/wasser/ben/index.htm

Standortauskunft für oberflächennahe Geothermie
https://www.lfu.bayern.de/geologie/oberflaechennahe_geothermie/index.htm

Bayerisches Landesamt für Umwelt – Wasser
http://www.lfu.bayern.de/wasser/

Wasserwirtschaftsamt Donauwörth
http://www.wwa-don.bayern.de/

Aktion Grundwasserschutz
http://www.grundwasserschutz.bayern.de/

 

Fragen richten Sie bitte bevorzugt per E-Mail an wasserrecht@lra-aic-fdb.de

Carina Korntheur

Sachgebietsleiterin Wasserrecht, Gewässerschutz
08251/92-255
08251/92-380

Daniela Bruder

Stellvertreterin Wasserrecht, Gewässerschutz
08251/92-223
08251/92-380

Aufgaben:

  • Genehmigungsverfahren, Anordnungen und Überwachung bei immissionsschutzrechtlich genehmigungspflichtigen Anlagen
  • Überwachung und Anordnungen bei nicht immissionsschutzrechtlich genehmigungspflichtigen Anlagen
  • Immissionsschutzfachliche Stellungnahmen bei Raumordnungs-, Planfeststellung-, Bauleitplanung- und Baugenehmigungsverfahren als Träger öffentlicher Belange
  • Messungen und Anordnungen zur Ermittlung von Emissionen und Immissionen
  • Ahndung von Ordnungswidrigkeiten im Immissionsschutzrecht
  • Überwachung der Umweltradioaktivität (diskontinuierliche Messungen der Gamma-Ortsdosisleistung)

 

Merkblätter/Links:

Gerhard Bohn

Stellvertreter Immissionsschutz, Abfall- und Bodenschutzrecht
08251/92-148
08251/92-4403

Martin Hädelt

Sachgebietsleiter Immissionsschutz, Abfall- und Bodenschutzrecht
08251/92-160
08251/92-4403

Aufgaben:

  • Erkundung und Sanierung von Altlasten
  • Auskünfte aus dem Altlastenkataster
  • Beratung im Hinblick auf den vorsorgenden Bodenschutz, z.B. bei Geländeauffüllungen im Bereich einer durchwurzelbaren Bodenschicht

 

Merkblätter/Links:

Gerhard Bohn

Stellvertreter Immissionsschutz, Abfall- und Bodenschutzrecht
08251/92-148
08251/92-4403

Martin Hädelt

Sachgebietsleiter Immissionsschutz, Abfall- und Bodenschutzrecht
08251/92-160
08251/92-4403

Das Nachhaltigkeitsmanagement ist Ihr Ansprechpartner rund um das Thema nachhaltige Entwicklung im Landkreis Aichach-Friedberg und versteht sich als Koordinator bereits bestehender Nachhaltigkeitsaktivitäten und Netzwerkpartner für Zielgruppen unterschiedlicher Ebenen.

für Gegenwart und Zukunft

 

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde und wird aktuell in den verschiedensten Kontexten verwendet. Ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammend, hatte der Begriff zunächst eine primär ökologisch-wirtschaftliche Bedeutung: Nicht mehr Bäume sollten geschlagen werden als nachwachsen beziehungsweise gepflanzt werden können. Dieses Verständnis von Nachhaltigkeit wird häufig als die erste Definition von Nachhaltigkeit bezeichnet.

Mit der Definition von Nachhaltigkeit von Gro Harlem Brundtland im Rahmen seines Berichts „Unsere gemeinsame Zukunft“ aus dem Jahr etablierte sich zusätzlich ein soziales Verständnis von Nachhaltiger Entwicklung:

„Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“ Gro Harlem Brundtland, 1987

Nachhaltigkeit wird daher in vielen Modellen mit den drei „Säulen der Nachhaltigkeit“ (Themenfelder Ökologie, Ökonomie und Soziales) dargestellt.

Am 25. September 2015 haben Staats- und Regierungschefs der 193 Mitgliedstaaten in New York die Agenda 2030  für Nachhaltige Entwicklung als „Zukunftsvertrag“ der Vereinten Nationen für die Welt, verabschiedet.

Der Landkreis Aichach Friedberg gehört jetzt zum
„Club der Agenda 2030-Kommunen“

Urkunde

 

 

 

class="wp-image-16205  Publikum Nachhaltigkeitstag des Landreises

Ideenmeile am Nachhaltigkeitstag  Vortrag von Dr. Norbert Stamm am Nachhaltigkeitstag

Am 12. Juli veranstaltete das Landratsamt Aichach-Friedberg seinen zweiten erfolgreichen Nachhaltigkeitstag, um die Bürgerinnen und Bürger über die laufenden und geplanten Nachhaltigkeitsprojekte zu informieren und zu motivieren, selbst nachhaltig zu handeln. Diese Veranstaltung bot eine Plattform für interaktive Mitmachaktionen und informative Stände, die großen Anklang fanden.

Ziel und Zielgruppe:

Die Veranstaltung richtete sich an Familien, Erwachsene und Kinder. Ziel war es, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen und die Öffentlichkeit aktiv einzubeziehen. Durch diverse Aktionen und Informationsstände sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Handeln inspiriert werden.

Ablauf der Veranstaltung:

Der Vormittag begann mit einer Theatervorstellung, die bei den jüngeren Besuchern aus unterschiedlichen Vorschulgruppen großen Anklang fand. Parallel dazu lief eine Waldpflege- und Pflanzaktion, bei der Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse mit Begeisterung teilnahmen.

Um 14:00 Uhr eröffnete Landrat Dr. Klaus Metzger offiziell den „Markt der Möglichkeiten“, der eine Vielzahl von Ständen und Aktivitäten bot. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher sich über verschiedene Nachhaltigkeitsthemen informieren und an interaktiven Aktionen teilnehmen. Besonders beliebt waren die Upcycling-Station und das Energiebike, bei dem selbst Strom erzeugt werden konnte.
Eine geführte Wanderung durch den landkreiseigenen Sortenerhaltungsgarten ermöglichte wertvolle Einblicke in die lokale Flora und Fauna.

Der Nachhaltigkeitstag hat eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig und effektiv gemeinschaftliches Engagement für eine nachhaltige Zukunft ist.

Tisch mit Bastelutensilien für Kinder beim 2. Nachhaltigkeitstag             Kind radelt auf einem Energiefahrrad beim  Nachhaltigkeitstag        

Fahrradcheck beim Nachhaltigkeitstag             Pflanzaktion beim Nachhaltigkeitstag

 

Zusammen mit allen Akteuren findet der dritte Nachhaltigkeitstag wieder im Kreisgut Aichach statt.

Auf dem Weg zum nachhaltigen Landkreis Aichach-Friedberg

Bekenntnis 2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung

Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Energie hat in seiner Sitzung vom 14. November 2022 offiziell mit großer Mehrheit für die Unterzeichnung des Bekenntnisses „2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ gestimmt. Mit der Signierung dieser Resolution durch Landrat Dr. Klaus Metzger am 05. Dezember 2022 hat sich der Landkreis Aichach-Friedberg zu einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort und weltweit bekannt. Der Landkreis gehört nun zum Club der Agenda 2030 Kommunen.

Damit signalisiert der Landkreis Aichach-Friedberg, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten entsprechende Maßnahmen ergreifen wird, bspw. in einem ersten Schritt durch die Entwicklung einer kommunaler Nachhaltigkeitsstrategie zur Integration der Sustainable Development Goals (SDGs) in den Verwaltungsalltag oder Maßnahmen des entwicklungspolitischem Engagement vor Ort und weltweit.

 

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie von Anfang 2017 hat die Bundesregierung konkret dargelegt, wie diese globalen Nachhaltigkeitsziele in Deutschland umgesetzt werden sollen. Dafür wurden 63 konkrete Ziele beschlossen. Abweichend vom vierjährigen Rhythmus der Überprüfung der Strategie hat die Bundesregierung im Herbst 2018 eine aktualisierende Ergänzung vorgelegt, in der sechs Nachhaltigkeitsprinzipien festgelegt wurden. Am 10. März 2021 wurde die Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2021 (DNS) der Bundesregierung veröffentlicht.

 

Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie

Die überarbeitete und weiterentwickelte Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie wurde im März 2022 im Ministerrat beschlossen. In der Strategie werden konkrete Ziele und Maßnahmen genannt, um eine erfolgreiche Transformation in Gang zu setzen. Weitere Informationen, Maßnahmen und Projekte sind auf der überarbeiteten Website zur Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie zu finden.

Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit

 

 Stempel Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit

 Die Webplattform „Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit“ macht Nachhaltigkeitsaktivitäten sowie bereits bestehendes Engagement von Verbänden, Vereinen, Unternehmen, Kommunen und weiteren Initiativen sichtbar. Das Portal gibt einen Überblick über bestehende Initiativen, Veranstaltungen wie Netzwerktreffen und Aktionswochen sowie Wettbewerbe.

Die Plattform wurde von Bund und Ländern initiiert und wird vom RNE koordiniert. Der Deutsche Landkreistag ist neben dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Zentralverband des Deutschen Handwerks und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag Partner der Initiative.

Viele Initiativen im Landkreis Aichach-Friedberg leisten bereits ihren Beitrag zur Agenda 2030 auf kommunaler Ebene.

Machen Sie mit und tragen Sie sich kostenlos im Portal Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit ein!

 

Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Fairtrade Deutschland ist eine unabhängige Initiative zur Förderung des fairen Handels, die Fairtrade in Deutschland vertritt. Der Verein mobilisiert gegen Handelsungerechtigkeit und schließt Lizenzverträge mit Handelspartnern ab, die nach Fairtrade-Standards gehandelte Produkte anbieten.

Die Zertifizierungsgesellschaft FLOCERT überprüft vor Ort, ob Produzenten und Händler die Fairtrade-Standards einhalten und die sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards erfüllen. Sie kontrolliert auch, ob die Produzentenorganisationen den festgelegten Mindestpreis und die Fairtrade-Prämie ausgezahlt bekommen.
FLOCERT ist ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen und Tochtergesellschaft von Fairtrade International. Das Unternehmen zertifiziert Produzenten, Händler und Hersteller in rund 115 Ländern nach den Fairtrade-Standards.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.fairtrade-deutschland.de/

Quellen: https://www.fairtrade-kampagnen.de/ueber-fairtrade sowie https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/zertifizierung-und-kontrolle

 

Auch wir als Landkreis möchten Verantwortung übernehmen und werden uns auf den Weg machen den Titel als Fairtrade-Landkreis zu erwerben.

Nähere Informationen zu den Kriterien für Städte und Landkreise finden Sie unter https://www.fairtrade-towns.de/mitmachen/kriterien.

Die Steuerungsgruppe für den Fairtrade-Landkreis: Petra von Thienen (links), Weltladen Mering, Michael Wollny, Edeka Wollny, Michaela Greppmair, Nachhaltigkeitsmanagerin

Die Steuerungsgruppe für den Fairtrade-Landkreis: Petra von Thienen (links), Weltladen Mering, Michael Wollny, Edeka Wollny, Michaela Greppmair, Nachhaltigkeitsmanagerin (Bild © Simone Bidmon, Stadt Friedberg).

Im Februar 2023 hat der Kreistag den Beschluss gefasst, sich von dem Verein TransFair e. V. zertifizieren zu lassen und fair gehandelte Produkte zu unterstützen. Jetzt werden alle Voraussetzungen geprüft, die es braucht, um ein sogenannter „Fairtrade-Landkreis“ zu werden. Am 08.04.2025 fanden sich Petra von Thienen vom Weltladen Mering, Michael Wollny von Edeka Wollny und Michaela Greppmair, Nachhaltigkeitsmanagerin des Landkreises Aichach-Friedberg zusammen und gründeten die Steuerungsgruppe, was erste Voraussetzung ist. Nun wird die Steuerungsgruppe unter Leitung von Michaela Greppmair daran arbeiten, die weiteren Kriterien für die Zertifizierung des Landkreises zu erfüllen. Im Vordergrund stehen dabei insbesondere die Akquise der Fairtrade-Partner aus Einzelhandel, Gastronomie, Schulen, Vereinen und Kirchen.

Das Bewusstsein für fairen Handel und Konsum im Landkreis zu stärken und damit Verantwortung zu übernehmen für gerechtere Produktionsbedingungen und Handelsstrukturen, ist oberstes Ziel der Steuerungsgruppe Fairtrade. Im Landkreis setzen sich mit dem Markt Pöttmes, dem Markt Mering und der Stadt Aichach bereits drei Kommunen auf kommunaler Ebene für fairen Handel ein. Wie der Landkreis macht sich auch die Stadt Friedberg derzeit auf den Weg, Fairtrade-Kommune zu werden.

Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteuren und Akteurinnen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Das Engagement der vielen Menschen zeigt, dass eine Veränderung möglich ist, und dass jede und jeder etwas bewirken kann.

Im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es folgende Fairtrade-Towns:

Die Stadt Friedberg hat sich 2024 für das Zertifikat beworben.

Termine und Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit

 
Jeden 1 Samstag im Monat findet das Repair Café in Aichach statt.

 

Welttage zur Nachhaltigkeit

SEPTEMBER 2025
OKTOBER 2025
NOVEMBER 2025
DEZEMBER 2025
JANUAR 2026
FEBRUAR 2026
MEHR LADEN
 

Michaela Greppmair

Nachhaltigkeitsmanagment
08251/92-1237
08251/92-480 1237

Allgemeines zu PFC

Wegen ihrer besonderen Eigenschaften wurden per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) seit den 1950er Jahren in vielen Industrie- und Verbraucherprodukten eingesetzt. Sie sind wasser-, fett- und schmutzabweisend sowie chemisch und thermisch stabil. Deshalb finden PFC sich beispielsweise in

  • Feuerlöschschäumen
  • Teflonprodukten (Antihaftbeschichtung von Pfannen, Backformen, Bügeleisen /
    hitzeabweisende Schilde und Kacheln)
  • medizinischen Produkten (Dichtungen, Gefäßprothesen)
  • Papier- und Druckerzeugnissen (Pizza- und Burgerkartons, Kaffeebecher)
  • Textilien (wasserdichte und atmungsaktive Membranen in Outdoorbekleidung, öl-
    und schmutzabweisende Arbeitskleidung, Teppiche, Heimtextilien, technische Tex-
    tilien wie Filtermatten, Autositze u.v.m.)
  • Kälte- und Treibmitteln
  • Wachsen/Schmiermitteln (z.B. Skiwachse)
  • ⁠Pestizide⁠n
  • Baustoffen (z.B. Wetterschutzfarben und -lacke, zum Schutz vor Verschmutzung von Häuserfassaden)

Mittlerweile ist die Produktion von PFC stark eingeschränkt. Jedoch sind sie schwer abbaubar und deshalb lange in der Umwelt und in der Nahrungskette nachweisbar.

PFC sind auch bekannt als ⁠PFAS⁠ (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) oder ⁠PFT⁠ (perfluorierte Tenside). Diese Stoffgruppe umfasst mehr als 3000 verschiedene Stoffe.

In die Umwelt können ⁠PFC⁠ bereits bei ihrer Herstellung und bei der Herstellung von PFC-haltigen Produkten gelangen. Die perfluorierten Chemikalien können in Kläranlagen nicht abgebaut werden. Zu erhöhten Konzentrationen von PFC in der Umwelt führt auch der Einsatz von fluorhaltigen Feuerlöschschäumen.

 

Quellen:

Auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Penzing im Landkreis Landsberg am Lech wurden früher PFC-haltige Löschmittel genutzt (https://www.landkreis-landsberg.de/infos-pfc-schaden-fliegerhorst-penzing/). Boden und auch Grundwasser dort ist deshalb mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC/PFAS) verunreinigt. In der Folge sind davon auch der „Verlorene Bach“ und die Friedberger Ach in unserem Landkreis betroffen. Bei Fischproben vom September 2021 aus den Mühlhauser Baggerseen wurde ebenfalls ein erhöhter PFC-Gehalt festgestellt.

Ob ausschließlich die Verunreinigungen auf dem früheren Fliegerhorst für diese Belastungen verantwortlich sind oder ob es noch andere Eintragsquellen gibt, ist von den Behörden noch nicht abschließend geklärt.

PFC im Landkreis Aichach-Friedberg und die Auswirkungen

Die PFC-Belastung von Wasser, Boden und Fischen im Landkreis Aichach-Friedberg sowie mögliche gesundheitliche Auswirkungen werden laufend von unterschiedlichen Fachbehörden des Freistaats Bayern untersucht.

Im Landratsamt befassen sich mit dem Thema „PFC/PFAS“ die Sachgebiete Gesundheitsamt, Veterinäramt, Wasserrecht, Bodenschutz, Abfallrecht und Öffentliche Sicherheit und Verbraucherschutz. Sie stehen dazu im ständigen Austausch mit den Fachbehörden wie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), dem Wasserwirtschaftsamt, der Regierung von Schwaben, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und der Fischereifachberatung des Bezirks Schwaben.

Landkreis Aichach-Friedberg sowie mögliche gesundheitliche Auswirkungen werden laufend von unterschiedlichen Fachbehörden des Freistaats Bayern untersucht.

 

Trinkwasser

Die Trinkwasserqualität im Landkreis Aichach-Friedberg ist hinsichtlich einer PFC-Belastung als unbedenklich einzustufen.

In einer routinemäßigen Trinkwasseruntersuchung in der Gemeinde Kissing im Jahr 2019 konnte PFC in geringem Maße nachgewiesen werden. Die Werte von Perfluorhexansulfonsäure (kurz PFHxS) und Perfluoroktansulfonsäure (kurz PFOS) lagen mit 0,005 µg/L und 0,004 µg/L weit unter den aktuell gültigen und vom Umweltbundesamt festgelegten Trinkwasser-Leitwerten von jeweils 0,1 µg/L. Ein Trinkwasser-Leitwert bezeichnet die jeweilige Höchstkonzentration eines Stoffes im Trinkwasser, die lebenslang ohne Gesundheitsschädigung aufgenommen werden kann. Alle weiteren untersuchten PFC-Werte, darunter PFBA, PFPA, PFHxA, PFHpA, PFOA, PFDA, PFHpS und PFNA, lagen sogar unter den jeweiligen Bestimmungsgrenzen.

Eine weitere routinemäßige Trinkwasseruntersuchung in der Gemeinde Rehling im Jahr 2020 ergab einen ähnlichen Befund. Hier wurden geringe Konzentrationen von PFHxS und Perfluoroktansäure (kurz PFOA) mit 0,003 µg/L und 0,0015 µg/L nachgewiesen, welche die Leitwerte (jeweils 0,1 µg/L) deutlich unterschritten. Alle weiteren untersuchten Werte, darunter PFBA, PFBS, PFHxA, PFHpA, PFOS, PFPeA, PFDA, PFHpS und PFNA, lagen ebenfalls unter den jeweiligen Bestimmungsgrenzen.

 

 

Baden in den betroffenen Gewässern

Aus fachlicher Sicht bestehen keine gesundheitlichen Bedenken gegen das Baden im Verlorenen Bach, in der Friedberger Ach und in den Badeseen bei Mühlhausen, auch nicht für Kinder.

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth überwacht regelmäßig die Konzentrationen an per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) im Oberflächenwasser. In den betroffenen Gewässern sind die PFOA-/PFOS-Gehalte sehr gering, sodass sich auf Grundlage der TWI-Werte für Badende, die während der Badeaktivitäten versehentlich Oberflächenwasser verschlucken, kein gesundheitliches Risiko ableiten lässt.

 

Fischverzehr

Fische aus dem Verlorenen Bach, der Friedberger Ach und den Mühlhauser Weihern sind aktuell nicht für dauerhaften Verzehr geeignet.

Die Fische in diesen Gewässern werden von Anglern zum Eigenverzehr gefangen, sind und waren auch in der Vergangenheit nicht für den Verkauf bestimmt. Unmittelbar betroffene Fischereirechtsinhaber und -ausübungsberechtigte wurden grundsätzlich bereits im Januar 2020 von der Fischereifachberatung des Bezirkes Schwaben über die Belastung informiert.

Im Rahmen des bayerischen Fischschadstoffmonitorings werden jährlich an etwa 20 wechselnden Fließgewässerabschnitten und Seen wildlebende Fische entnommen, um
u. a. die Umweltqualitätsnorm für PFOS zu überwachen.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) rät in seinen Sachverständigenäußerungen von einem regelmäßigen Verzehr belasteter Fische ab. Zudem dürfen Fische mit erhöhten PFOS-Gehalten nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden.

Messergebnisse im Detail finden Sie im Kapitel „Untersuchungen von tierischen Lebensmitteln“.

 

Tränken von Nutztieren aus betroffenen Gewässern vermeiden

Das Landratsamt Aichach-Friedberg bittet die Bachanlieger derzeit mit Wasser aus dem Verlorenen Bach,  der Friedberger Ach und den Mühlhauser Weihern keine Nutztiere zu tränken.

Da sich PFC in Nutztieren wie im Menschen auf Grund der langsamen Eliminationsrate anreichern, sollte vor allem die Aufnahme von PFC durch Nutztiere vermieden werden. Von Hühnern ist bekannt, dass sie PFC aufnehmen und über die Eier wieder eliminieren können. Deshalb sollten Hühner kein kontaminiertes Tränkewasser oder Futtermittel bekommen. Kühe geben PFC über die Milch ab, weshalb Kühe auch nicht mit kontaminiertem Wasser getränkt werden sollten.

 

Bewässerung von Nutzpflanzen unbedenklich

Ohne dass hierzu Untersuchungen  vorliegen, geht das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg, Abteilung Gartenbau, davon aus, dass über die Bewässerung (auch bei stärkerer Bewässerung) im Boden keine PFC-Stufenwerte überschritten werden und folglich eine Gefährdung über den Verzehr von Gartenfrüchten ausgeschlossen werden kann.

Obst und Gemüse, pflanzliche Erzeugnisse, liefern derzeit keine PFC- oder PFAS-Befunde (hier werden aktuell auch keine gesetzlichen Höchstgehalte vorgesehen).

 

Untersuchungen & Höchstgehalte
Die Auswertung von Proben sowie das Erstellen der Untersuchungsbefunde erfolgt am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Hier der Link dorthin.

 

Probensituation im Landkreis Aichach-Friedberg
Um auch im Bereich der pflanzlichen, erntereifen Lebensmittel eine Übersicht der PFC Belastung im Landkreis Aichach-Friedberg zu erhalten, werden im Jahr 2023 in Absprache mit dem LGL, Monitoring- und Planproben bei Gewerbebetrieben und Privatpersonen (aus privaten Gärten) entnommen.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 31 Proben entnommen. Hierbei handelte es sich um 9 pflanzliche, erntereife Erzeugnisse ( Erdbeeren, Karotten, Kartoffeln, Äpfel und Salat). Hier konnten durch das LGL keine Beanstandungen festgestellt werden. Des Weiteren wurden auch verarbeitete Lebensmittel beprobt. Hierbei konnten bei Mehl, Bier und dazugehörigem Brauwasser, Apfelsaft und Vollbier keine Beanstandungen verzeichnet werden. Lediglich bei einer Probe Tafelwasser kam es zu einer Sachverständigenäußerung. Die ab 12.01.2026 geltenden Grenzwerte wurden aber bei Weitem unterschritten.

Ohne dass hierzu Untersuchungen vorliegen, geht das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg, Abteilung Gartenbau, davon aus, dass über die Bewässerung (auch bei stärkerer Bewässerung) im Boden keine PFC-Stufenwerte überschritten werden und folglich eine Gefährdung über den Verzehr von Gartenfrüchten ausgeschlossen werden kann.

Die EU-Höchstgehalte für PFAS in Lebensmitteln werden in
Bayern weitgehend eingehalten.

Aktuelles:

Rückblick zur Beprobung auf PFAS im Schadensgebiet der Friedberger Ach aus dem Jahr 2023:

Im Landkreis Aichach-Friedberg wurden im Jahr 2023 durch die Lebensmittelüberwachung insgesamt 33 Proben unterschiedlichster Lebensmittel entnommen und durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht.

Die Befunde ergaben flächendeckend keine überdurchschnittlichen PFAS-Gehalte in Lebensmitteln. Die PFAS-Gehalte (in erster Linie PFOS) waren bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs zum Teil zwar feststellbar, die zulässigen Höchstgehalte wurden aber bei allen Proben unterschritten. Bei den Lebensmitteln nicht tierischen Ursprungs kam es zu keinen Auffälligkeiten.

 

Vorschau für die Beprobung auf PFAS im Schadensgebiet der Friedberger Ach für das Jahr 2025:

Dem Landkreis Aichach-Friedberg wurde vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für 2025 ein Probenkontingent von 15 Proben zur Verfügung gestellt. Proben werden aus den Kategorien Fisch, Wildfleisch, Geflügel und Eiern entnommen.

Die Proben werden im Jahr 2025 durch die Lebensmittelüberwachungsüberwachung des Landratsamts sowohl in gewerblichen Lebensmittelbetrieben als auch bei Privathaushalten entnommen. Über die Ergebnisse werden wir natürlich weiterhin informieren.

Ergebnisse:
Die Ergebnisse der am 14. Juni entnommenen Fische aus der Friedberger Ach sind nun bei uns eingegangen.

Entnommen wurden in Zusammenarbeit mit einem Fischerverein drei Fische der Gattung Aitel sowie drei Fische der Gattung Bachforelle.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die üblichen Werte in Bezug auf PFAS sowohl bei den Aiteln, als auch bei den Bachforellen überschritten wurden. 

Da sich die festgestellten PFAS wegen ihrer langsamen Ausscheidung im Menschen anreichern können, empfiehlt das LGL Anglern als potentiellen Vielverzehrern von Fisch aus dem kontaminierten Gewässer auf den Verzehr von Aiteln und Bachforellen zu verzichten, da die möglichen Verzehrmengen zwar bedingt durch die stark unterschiedlichen Gehalte an PFAS sehr uneinheitlich sind, aber nicht sicher ausgeschlossen werden kann, dass nicht auch ein Fisch mit höheren Gehalten gefangen wird.

Da es sich bei den jeweiligen Proben um Wildfische handelt, geht das LGL davon aus, dass diese nicht gewerblich in den Verkehr gebracht werden. Auch der Lebensmittelüberwachung ist nicht bekannt, dass die gefangenen Fische gewerblich in Verkehr gebracht werden.

 

Sollten Sie Interesse an einer Beprobung haben, setzen Sie sich gerne mit den Kollegen der Lebensmittelüberwachung (Tel.: 08251 92-319 oder e-mail: lebensmittelueberwachung@lra-aic-fdb.de) in Verbindung.

 

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im Jahr 2020 eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI, tolerable weekly intake) für die Summe von vier perfluorierten Alkylsubstanzen, nämlich Perfluoroctansäure (PFOA), Perfluoroctansulfonsäure (PFOS), Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) und Perfluornonansäure (PFNA) in Höhe von 4,4 Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Woche abgeleitet. Dieser Wert gibt die Dosis an, die bei lebenslanger Aufnahme keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Menschen erwarten lässt.

 

Untersuchungen & Höchstgehalte
Die Auswertung von Proben sowie das Erstellen der Untersuchungsbefunde erfolgt am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Die EU-Kommission hat Ergänzungen der Höchstgehalte von PFAS in tierischen Lebensmitteln wie Eiern, Fisch (differenziert nach Fischarten) und Krustentieren, sowie Fleisch und Innereien von Nutztieren und Fleisch und Innereien von Wild veröffentlicht, die seit dem 01.01.2023 gültig sind.

Hier finden Sie die Veröffentlichung der EU zu den PFAS-Höchstgehalten in bestimmten Lebensmitteln.

 

Bayernweite Probensituation:
– Keine Überschreitung der (geplanten) Höchstgehalte bei Hühner-, Schweine- oder Rindfleisch

– Überschreitung bei Wildfleisch möglich, wobei hier vor allem die Wildschweinleber über dem Höchstgehalt liegt

– Milch aus bayerischen Molkereien ist unauffällig

– Überschreitung der Höchstgehalte bei Fischen aus belasteten Gewässern (im Landkreis also Verlorener Bach, Friedberger Ach und Mühlhauser Weiher)

 

Fische:

Auf der Internetseite des LGL sind alle Ergebnisse der bayernweit durchgeführten Untersuchungen von Fischen hinsichtlich PFC/PFAS verzeichnet, auch die aus im Landkreis Aichach-Friedberg: https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/pfas/pft_fische_gewaesser.htm
Am 15. Januar 2020 wurden Fische aus zwei Aquakulturbetrieben im Landkreis entnommen und auf PFC untersucht. Es konnte keine PFC-Belastung nachgewiesen werden.

 

Friedberger Ach

2020 und 2021 wurden aus der Friedberger Ach Bachforellen und Aiteln/Döbel zur Untersuchung auf per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) entnommen. In den untersuchten Proben wurde die perfluorierte Alkylsubstanz Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) nachgewiesen.

Schon durch sehr niedrige Verzehrmengen wird die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als unbedenklich angesehene Aufnahmemenge überschritten. Diese sehr niedrigen Verzehrmengen liegen deutlich unter den sonst üblichen Verzehrmengen für Verzehrer von Süßwasserfisch. In den untersuchten Proben wird bei einer jährlichen Verzehrmenge von über 142 g bis 1,46 kg (je nach Untersuchungsstelle und Fischart) die tolerierbare Aufnahmemenge bereits allein durch den Verzehr der Fische überschritten. Aufgrund unterschiedlicher Lebensweisen (Raubfische, gründelnde Fische, usw.) und Verweildauern in den betroffenen Gewässern ist davon auszugehen, dass sich die per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen in verschiedenen Fischen unterschiedlich stark anreichern.

Auch wenn keine akute – also unmittelbare – Gesundheitsgefahr gegeben ist, rät das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) von dem regelmäßigen Verzehr dieser Fische ab.

Fische, die die EU-Höchstgehalte (s. oben) überschreiten, dürfen nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden.

 

Mühlhauser Weiher

2020 wurden aus den Mühlhauser Weihern Hecht, Aal, Rotauge, Flussbarsch und Rotfeder zur Untersuchung auf per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) entnommen. In den untersuchten Proben wurde die perfluorierte Alkylsubstanz Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) nachgewiesen.

Anmerkung: Proben, welche die EU-Höchstgehalte nicht überschreiten, weisen hier dennoch einen auffälligen Gehalt an PFOS auf.

Schon durch sehr niedrige Verzehrmengen wird die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als unbedenklich angesehene Aufnahmemenge überschritten. Diese sehr niedrigen Verzehrmengen liegen deutlich unter den sonst üblichen Verzehrmengen für Verzehrer von Süßwasserfisch. In den untersuchten Proben wird bei einer jährlichen Verzehrmenge von über 77 g bzw. 506 g (Flussbarsch), 190 g bzw. 2,4 kg (Rotauge), 534 g bzw. 653 g (Aal) und 837 g bzw. 1,16 kg (Hecht) die tolerierbare Aufnahmemenge allein durch den Verzehr der Fische überschritten.
Bei der einen untersuchten Rotfeder wurden geringere PFOS-Gehalte nachgewiesen, aber auch hier sind die Gehalte als erhöht im Vergleich zu Fischen aus unbelasteten Gewässern anzusehen.
Aufgrund unterschiedlicher Lebensweisen (Raubfische, gründelnde Fische, usw.) und Verweildauern in den betroffenen Gewässern ist davon auszugehen, dass sich die per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen in verschiedenen Fischen unterschiedlich stark anreichern.

Auch wenn keine akute – also unmittelbare – Gesundheitsgefahr gegeben ist, rät das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) von dem regelmäßigen Verzehr dieser Fische ab.

Fische, die die EU-Höchstgehalte (s. oben) überschreiten, dürfen nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden.

 

Erneute Untersuchung von Fischen in den betroffenen Gewässern

Aus fachlicher Sicht ist eine erneute Probenahme erst nötig, wenn sich die Belastungssituation im Gewässer verändert oder es andere Hinweise gibt, die die Überprüfung der ursprünglichen Einschätzung für das Gewässer notwendig erscheinen lassen.

Hinweis Besatzfische: Auch Besatzfische die aus unbelasteten Fischzuchten zugekauft und in mit PFC belasteten Angelgewässern ausgesetzt werden, können in kurzer Zeit von den Belastungen mit PFOS betroffen sein. Somit gilt auch für Besatzfische, dass von dem regelmäßigen Verzehr abgeraten wird und diese nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden dürfen.

 

Wildschweine

„Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass PFAS vor allem in Wildschweinleber gefunden werden. Die Gehalte im Fleisch der Tiere sind meistens deutlich geringer. Die Gehalte in der Leber sind bei der weit überwiegenden Anzahl an Proben unabhängig vom Abschussort der Tiere in Bayern so hoch, dass das LGL zur Reduzierung der persönlichen PFAS-Aufnahme vom Verzehr dieser Wildschweinleberproben abrät.“ (Quelle: LGL)

Für weiterführende Informationen und bayernweit durchgeführte Untersuchungen von Wildschweinproben hinsichtlich PFC verweisen wir auf die Homepage des LGL. Dort sind auch die Ergebnisse aus im Landkreis Aichach-Friedberg genommenen und untersuchten Proben aufgelistet:

Der Landkreis Aichach Friedberg gehört jetzt zum
„Club der Agenda 2030-Kommunen“

Urkunde

 

 

 

class="wp-image-16205  Publikum Nachhaltigkeitstag des Landreises

Ideenmeile am Nachhaltigkeitstag  Vortrag von Dr. Norbert Stamm am Nachhaltigkeitstag

Am 12. Juli veranstaltete das Landratsamt Aichach-Friedberg seinen zweiten erfolgreichen Nachhaltigkeitstag, um die Bürgerinnen und Bürger über die laufenden und geplanten Nachhaltigkeitsprojekte zu informieren und zu motivieren, selbst nachhaltig zu handeln. Diese Veranstaltung bot eine Plattform für interaktive Mitmachaktionen und informative Stände, die großen Anklang fanden.

Ziel und Zielgruppe:

Die Veranstaltung richtete sich an Familien, Erwachsene und Kinder. Ziel war es, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen und die Öffentlichkeit aktiv einzubeziehen. Durch diverse Aktionen und Informationsstände sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Handeln inspiriert werden.

Ablauf der Veranstaltung:

Der Vormittag begann mit einer Theatervorstellung, die bei den jüngeren Besuchern aus unterschiedlichen Vorschulgruppen großen Anklang fand. Parallel dazu lief eine Waldpflege- und Pflanzaktion, bei der Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse mit Begeisterung teilnahmen.

Um 14:00 Uhr eröffnete Landrat Dr. Klaus Metzger offiziell den „Markt der Möglichkeiten“, der eine Vielzahl von Ständen und Aktivitäten bot. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher sich über verschiedene Nachhaltigkeitsthemen informieren und an interaktiven Aktionen teilnehmen. Besonders beliebt waren die Upcycling-Station und das Energiebike, bei dem selbst Strom erzeugt werden konnte.
Eine geführte Wanderung durch den landkreiseigenen Sortenerhaltungsgarten ermöglichte wertvolle Einblicke in die lokale Flora und Fauna.

Der Nachhaltigkeitstag hat eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig und effektiv gemeinschaftliches Engagement für eine nachhaltige Zukunft ist.

Tisch mit Bastelutensilien für Kinder beim 2. Nachhaltigkeitstag             Kind radelt auf einem Energiefahrrad beim  Nachhaltigkeitstag        

Fahrradcheck beim Nachhaltigkeitstag             Pflanzaktion beim Nachhaltigkeitstag

 

Zusammen mit allen Akteuren findet der dritte Nachhaltigkeitstag wieder im Kreisgut Aichach statt.

Auf dem Weg zum nachhaltigen Landkreis Aichach-Friedberg

Bekenntnis 2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung

Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Energie hat in seiner Sitzung vom 14. November 2022 offiziell mit großer Mehrheit für die Unterzeichnung des Bekenntnisses „2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ gestimmt. Mit der Signierung dieser Resolution durch Landrat Dr. Klaus Metzger am 05. Dezember 2022 hat sich der Landkreis Aichach-Friedberg zu einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort und weltweit bekannt. Der Landkreis gehört nun zum Club der Agenda 2030 Kommunen.

Damit signalisiert der Landkreis Aichach-Friedberg, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten entsprechende Maßnahmen ergreifen wird, bspw. in einem ersten Schritt durch die Entwicklung einer kommunaler Nachhaltigkeitsstrategie zur Integration der Sustainable Development Goals (SDGs) in den Verwaltungsalltag oder Maßnahmen des entwicklungspolitischem Engagement vor Ort und weltweit.

 

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie von Anfang 2017 hat die Bundesregierung konkret dargelegt, wie diese globalen Nachhaltigkeitsziele in Deutschland umgesetzt werden sollen. Dafür wurden 63 konkrete Ziele beschlossen. Abweichend vom vierjährigen Rhythmus der Überprüfung der Strategie hat die Bundesregierung im Herbst 2018 eine aktualisierende Ergänzung vorgelegt, in der sechs Nachhaltigkeitsprinzipien festgelegt wurden. Am 10. März 2021 wurde die Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2021 (DNS) der Bundesregierung veröffentlicht.

 

Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie

Die überarbeitete und weiterentwickelte Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie wurde im März 2022 im Ministerrat beschlossen. In der Strategie werden konkrete Ziele und Maßnahmen genannt, um eine erfolgreiche Transformation in Gang zu setzen. Weitere Informationen, Maßnahmen und Projekte sind auf der überarbeiteten Website zur Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie zu finden.

WIRD DERZEIT ÜBERARBEITET

Anlaufstellen und konkrete Infos für Betroffene

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bieten PFC-Info-Anlaufstellen an:

Fragen zu Gesundheit: Trinkwasser und Lebensmittel

„PFC-Infoline“ am LGL: Tel. 09131 6808-2497,
Mo, Di, Mi und Fr von 9 Uhr bis 12 Uhr, Do von 13 bis 16 Uhr
E-Mail an pfc@lgl.bayern.de

 

Fragen zu Umwelt: Wasser, Boden, Luft und Natur

„PFC-Infoline“ am LfU: Tel. 0821 9071-5102,
Mo, Di, Mi und Fr von 9 Uhr bis 12 Uhr, Do von 13 bis 16 Uhr
E-Mail an pfc-umwelt@lfu.bayern.de

 

Mailadresse des Landratsamtes Aichach-Friedberg: pfc@lra-aic-fdb.de

Anlaufstelle ist hier die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Penzing.

Die BImA bietet den von der PFAS-Verunreinigung – ausgehend vom ehem. Flugplatz – Penzing betroffenen Anwohnerinnen/Anwohner an, auf Antrag auf die Einrede der Verjährung gegenüber Schadensersatzforderungen an die BImA bis zum 31.12.2028 zu verzichten, soweit Ansprüche zum Zeitpunkt der Anfrage nicht bereits verjährt sind. Dabei handelt es sich nicht um eine generelle Ausschlussfrist, vielmehr wird jeder Einzelfall einer Schadensersatzforderung gegenüber der BImA gesondert geprüft.

Auf Antrag kann ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz für die Sach-und Rechtslage im zu prüfenden Einzelfall ein entsprechender Verzicht vereinbart werden.
Dazu müssen die Betroffenen:
1. ihren individuellen Schaden gegenüber der BImA geltend machen und
2. den Verzicht auf die Einrede der Verjährung schriftlich beantragen.

Das formlose Antragsschreiben gegenüber der BImA ist an folgende Adresse zu richten:
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Stichwort: PM-PFC-Penzing, Sophienstraße 6,
80333 München, E-Mailadresse: PM-PFC-Penzing@bundesimmobilien.de

Es soll ein gewisses Quantum an Testungen ermöglicht werden für Bürger aus verschiedenen Teilen des Landkreises und verschiedenen Bereichen (Lebensmittel, Bewässerung, Obst…)
Für weitere Fragen wenden Sie sich hierzu an die Lebensmittelüberwachung (Tel. 08251 92-319) oder das Veterinäramt (Tel. 08251 92-415).

usführliche Informationen zu PFC und PFAS bieten auf ihren Seiten

Landesamt für Umwelt (LfU) https://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/pfc/index.htm

Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/pfas/index.htm

https://www.lgl.bayern.de/downloads/lebensmittel/doc/abschlussbericht_pfas_monitoring.pdf

(Monitoring-Abschlussbericht Juni 2022)

Der Bericht des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz unter Beteiligung der Staatsministerien für Gesundheit und Pflege sowie für Ernährung, Landwirt
schaft und Forsten, unter Mitwirkung der Bayerischen Landesämter für Umwelt, für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie der Landesanstalt für Landwirtschaft:

PFAS-Bericht 09.2022

Anlage Fallliste

Das Landratsamt ist am Freitag geschlossen

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