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Eine Einbürgerung ist ein einschneidendes Ereignis im Leben, nach einer bewussten Entscheidung für die jeweilige Staatsangehörigkeit. Um diesem bedeutenden Schritt einen angemessenen, würdigen Rahmen zu geben, haben Landrat Dr. Klaus Metzger und das Team der Einbürgerungsstelle im Landratsamt die Personen im Landkreis, denen in den letzten zwölf Monaten die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen wurde, zu einer Einbürgerungsfeier eingeladen. Diese Einladung fand großen Anklang, mehr als 120 Menschen sind ihr ins Kreisgut in Aichach gefolgt, 20 davon erhielten ihre Einbürgerungsurkunde auf eigenen Wunsch erst an diesem Abend, aus den Händen des Landrats. „Das ist sicher ein feierlicher, bleibender Moment im Leben jedes und jeder einzelnen von Ihnen“, sagte der Landrat. Die Einbürgerung sei ein wichtiger Schritt zur bestmöglichen und nachhaltigen Integration. „Sie bekennen sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und sind nun vollberechtigter Bestandteil unserer Gesellschaft – deutsche Staatsbürgerin, deutscher Staatsbürger.“
Die Staatsangehörigkeit ist ein Teil der Identität. Mit der Einbürgerung erhält der Bürger einen neuen Pass und mit der deutschen Staatsangehörigkeit auch das Wahlrecht. Ausnahme sind EU-Bürger, die auch als Ausländer schon an Kommunalwahlen teilnehmen dürfen. Die Einbürgerung ist grundsätzlich nach fünf Jahren rechtmäßigen und gewöhnlichen Aufenthalts in Deutschland möglich. Weitere Voraussetzungen sind unter anderem ausreichende Deutschkenntnisse, Kenntnisse der deutschen Rechts- und Gesellschaftsordnung und ein Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Zudem dürfen keine Verurteilungen wegen einer Straftat vorliegen und der eigene Lebensunterhalt sowie der der unterhaltsberechtigten Familienangehörigen muss gesichert sein.
Seit der vorangegangenen Einbürgerungsfeier vor rund einem Jahr wurden im Landkreis insgesamt fast 550 Menschen eingebürgert – wobei die Frauen mit 296 deutlich in der Mehrheit sind. 115 Eingebürgerte sind EU-Bürger. Aus welchen Ländern diese stammen, war auf einer Weltkarte veranschaulicht, insgesamt 63.
Sehr unterschiedlich waren die Hintergründe der eingebürgerten Personen – zum Teil sind sie in Deutschland geboren oder als Kinder nach Deutschland gekommen, andere erst im Erwachsenenalter, die einen als Asylbewerber, die anderen zum Familiennachzug, zur Erwerbstätigkeit usw. Vereint sind sie in dem Wunsch die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen.
Bild (© Landratsamt Aichach-Friedberg, Simone Losinger)
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